Blick auf das Meer der Liebe

7. Mai 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Meer der Liebe

Ruhende Stille in sanftesten Farben,
säuselndes Lied in umschmeichelndem Ton,
Wogen der Sehnsucht versprechen Erfüllung,
zärtliches Streicheln und Spiel mit dem Strand.

Heimat der vieltausend winzigen Tröpfchen,
geborgen vereinigt zum weittiefen Meer,
verschwimmt in der Ferne, verbirgt seine Tiefen,
das Auge verliert sich in träumendem Blick.

Salzige Tränen in schluchzenden Wellen,
eiskalte Ströme, der Hoffnung zum Hohn,
treiben dich fort, weg vom rettenden Ufer,
strampelnd dein Fuß lechzend nach festem Stand.

Stürmische Winde, gewitterndes Tosen
jagen die Brecher mal hin und mal her,
strudelnde Wirbel und du bist gefangen,
gnadenlos schlägt dir die Flut ins Genick.

Vielfalt des Meeres, in Freiheit gebunden,
wo Freude und Trauer verzaubern dich bald
hierhin, bald dorthin folgst du seinem Rufe,
erkenne der Fluten unfassbares Reich

an Wundern und heimlichen Schluchten
in Tiefen Geschöpfe uns fremder Gestalt,
gebärend das Leben, umsorgend und stille
lockend, gefährlich und lieblich zugleich.

Frühling

7. Mai 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Des Sommers Kleider ausgepackt,
er glänzt in vielen hellen Farben,
die Musen tummeln sich gar nackt,
ich muss noch im tiefen Dunkel darben.

Zu Besuch

3. Mai 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Zu Besuch

Von dir stamme ich her,
lang schon bin ich
ausgezogen.

Habe gelernt, erobert,
geherrscht und
zerstört.

Nun steh ich wieder
vor deiner Tür,
lässt mich ein, öffnest
deine blauweiten Säle,
die noch immer
dein.

Hier komme ich her,
entfremdet bin ich
dir noch immer nah.

Viele haben dich nie verlassen,
wenige davon sind mir
bekannt.

Oft schon kehrte ich wieder,
habe gelernt, erobert,
geherrscht und
zerstört.

Doch noch,
es ist ein Glück,
bin ich nur dein
Besucher, du weitblaues
Meer.

Der Mensch

15. April 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Ja, der Mensch ist ein Tier, das denkt, es steht an der Spitze.
Doch es prägt ihn die Gier, schaufelt sein eigenes Grab.

fernseen

22. März 2010 § 6 Kommentare

Foto: Karl-Heinz-Liebisch, Pixelio, www.pixelio.de

Foto: Karl-Heinz-Liebisch, Pixelio, http://www.pixelio.de

ruhepolende idyllischkeit
inmittig hektelnder städtischkeit
seenplatte
touristengebadet doch
unvergessbar

weihnachtswunder

25. Dezember 2009 § Ein Kommentar

Weihnachten 2009

weißt wintergrün
wacht waldentfernt
winterwelt weisend
weihnachtswunder

sinneswandel

21. Dezember 2009 § Ein Kommentar

Foto: Maja Schön

geträumtes weiß
übergeht in wiegend grün
sanft spielend helles blau
schaumgekrönt

stiller rausch der wellen
leise tönt den sand
rufend singt der himmel
schwingenverziert

muschelduftend wasser
blütig weht’s vom land
dünenluftig frische
schleierbeglänzt

farbenspiel lockt mich
meeresklang ruft mich
wohlgeruch zieht mich

doch ich
ziehe behutsam den Fuß
zurück

menschenstrand

20. November 2009 § 6 Kommentare

Foto: vladm

Foto: vladm

sommer sonnt den strand
meerumspült
salzt wasser körnersand

röstkörper aufgebrannt
naturentfremdet
leiberdecke gräberhand

Küstrinchen bei Nacht

6. November 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Foto:Iren.k

Foto: Iren.k

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Durch dunkle Stille kräuselt leise
und schimmerlos der seichte Bach,
geheimnisvoll auf diese Weise
steigt Nebel in das Blätterdach.

So undurchdringlich, schwarz und finster
erschien mir nirgends sonst die Nacht,
schon spinnt das Dunkel mir Gespinster
und ungesehn ein Steinkauz lacht.

„Kuwitt, komm mit, auf dunst’gen Wegen!“
Küstrinchens Bach, der lädt mich ein,
zu folgen seinem Lauf entlegen,
die Düsternis schluckt Mondes Schein.

Und doch, ich hör das Blesshuhn bellen
und schreie schweigend es hinaus:
die Dunkelheit kann nur erhellen,
solch Zauber fehlt der Stadt zu Haus.

Wo bin ich?

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