festung

27. September 2010 § 4 Kommentare

festung

eigen
eigner
eigenheim

fest
fester
festung

mauer
maurer
mauern

schluss
schlösser
schließung

ein
einer
einsam

knospe

24. Mai 2010 § 2 Kommentare

knospe

dunkelheit pur
hier und da ein
schwaches leuchten nur

wüstenvolk
selten guter wein den
ich aus andern molk

einheitssumpf
schwer zu seh’n dein
ganz persönlicher Trumpf

schwärze pur
du hell wie der wein wen
lockst du knospe nur

gräser

17. Mai 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

gräser

blick von oben
sumpf der gedanken
waten
tief im morast

dunkel betrübt
oberflächlicher wasser
spiegel

greif zu
der eigene schopf
zugpferd des
versinkenden

sieh
von der brücke
gräser sprießen grün

wandel

12. Mai 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

global erwärmt
fuß im schmelzenden schuh
steigende wasser auf der stirn
wandelt sie das leben

Blick auf das Meer der Liebe

7. Mai 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Meer der Liebe

Ruhende Stille in sanftesten Farben,
säuselndes Lied in umschmeichelndem Ton,
Wogen der Sehnsucht versprechen Erfüllung,
zärtliches Streicheln und Spiel mit dem Strand.

Heimat der vieltausend winzigen Tröpfchen,
geborgen vereinigt zum weittiefen Meer,
verschwimmt in der Ferne, verbirgt seine Tiefen,
das Auge verliert sich in träumendem Blick.

Salzige Tränen in schluchzenden Wellen,
eiskalte Ströme, der Hoffnung zum Hohn,
treiben dich fort, weg vom rettenden Ufer,
strampelnd dein Fuß lechzend nach festem Stand.

Stürmische Winde, gewitterndes Tosen
jagen die Brecher mal hin und mal her,
strudelnde Wirbel und du bist gefangen,
gnadenlos schlägt dir die Flut ins Genick.

Vielfalt des Meeres, in Freiheit gebunden,
wo Freude und Trauer verzaubern dich bald
hierhin, bald dorthin folgst du seinem Rufe,
erkenne der Fluten unfassbares Reich

an Wundern und heimlichen Schluchten
in Tiefen Geschöpfe uns fremder Gestalt,
gebärend das Leben, umsorgend und stille
lockend, gefährlich und lieblich zugleich.

Fantasiereich

7. Mai 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Fantasiereich

Erfolglos schleicht das Leben hin,
der Antrieb fehlt, doch nicht die Triebe,
allein, sie bleiben ohne Sinn,
ist ohne Antwort alle Liebe.

Zufriedenheit stellt sich nicht ein,
bist Kröte in zu kleinem Teich,
ein Teich wie ein zu enger Schrein,
entfliehe ihm, dem Schwane gleich.

Enthebe dich, das Flügelschlagen
lässt näher dich dem Ziele rücken,
so schön bist du, kannst alles wagen,
die Welt bestimmt durch dein Entzücken.

Dein eigen Reich, in deinem Geist
bist du ein Held für alle Zeit.
Doch bist du lang und weit gereist,
ruft dich zurück die Wirklichkeit.

Erfolglos schleicht das Leben hin,

der Antrieb fehlt, doch nicht die Triebe,

allein, sie bleiben ohne Sinn,

ist ohne Antwort alle Liebe.

Zufriedenheit stellt sich nicht ein,

bist Kröte in zu kleinem Teich,

ein Teich wie ein zu enger Schrein,

entfliehe ihm, dem Schwane gleich.

Enthebe dich, das Flügelschlagen

lässt näher dich dem Ziele rücken,

so schön bist du, kannst alles wagen,

die Welt bestimmt durch dein Entzücken.

Dein eigen Reich, in deinem Geist

bist du ein Held für alle Zeit.

Doch bist du lang und weit gereist,

ruft dich zurück die Wirklichkeit.

Liebesleben

3. Mai 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Liebe das Leben,
das liebe Leben,
das Leben liebe,
Leben, das liebe,
liebe, die leben,
lebe die Liebe,
Leben lieben die,
die Liebe leben,
Liebe leben die,
die Leben lieben,
des Lebens Liebe.
Liebe des Lebens,
lebe Liebendes,
liebe Lebendes,
der Liebe Leben,
Leben der Liebe,
lebe, Liebender,
liebe, Lebender!

Kinderträume

17. April 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Foto: olly

Foto: olly

Wie war die Welt doch so schön, in die wir zum Spielen geboren,
uns schien sie nicht kompliziert, war sie uns doch kinderleicht,
war uns ja oft noch zu klein, erfanden noch weitere Reiche
spielten uns durch Zeit und Raum, träumten uns Helden und Land.

Heute muss meist die eine reichen, die wir kaum verstehen
können, obwohl wir nun reif sind, doch ebenso alt,
bleibt nicht Zeit mehr für Träume, in Folge der täglichen Arbeit
schaffen wir uns nicht den Raum für eine schönere Welt.

mutterliebe

11. April 2010 § 4 Kommentare

liebt den unbekannten
bekannt
lobt den verlierer
siegend
lächelt den trauernden
fröhlich
leckt den wunden
gesund
lenkt den verlaufenen
zielstrebig
lehrt den gehörlosen
gehorsam
lärmt den schreihals
schweigend
lähmt den strebenden
bleibend
leidet den verlust
schwer

Sonett vom neuen Anfang

5. April 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Wer mag schon gern den Schmerz so still ertragen,
den fremde Tat und Rede hat beschworen,
und scheint man für das Leiden auch geboren,
es kommt der Tag, da wird man nicht verzagen.

Wer soll sich auch nur immer selber plagen,
wenn wieder mal ein Muster solcher Toren,
mit Spott und List und gänzlich unverfroren,
dich quält, sich Anerkennung zu erjagen.

So habe ich die Messer jetzt gezogen,
verlass die alten Schranken ohne Schrecken,
ich hab mich lang genug nur selbst betrogen.

Von nun an wehr ich mich mit Wort und Stecken,
mit Maß, gerecht, kein Spaß, das wär erlogen,
mit Freude werd nach oben ich mich recken.

Wo bin ich?

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